In Memoriam – Steve Jobs

Wer auf die Homepage von Apple geht, wird mit einem Kurzfilm über Steve Jobs überrascht. Und spätestens wenn nach dem Film ein kurzer Text vom heutigen CEO Timm Cook zu lesen gibt, weiss man, dass sich Steve Jobs Tod bereits zum ersten mal jährt.

Ich weiss nicht, wer Steve Jobs wirklich war. Ich habe ihn nie persönlich kennen gelernt. Ich habe ihn nicht einmal live gesehen. Trotzdem war ich fasziniert von dem Mann. Genauer gesagt wuchs mein Interesse, als ich 2007 frustriert von Windows Vista an einem kalten Wintermorgen in Bern mir etwas sehr spontan einen MacBook 13″ kaufte. Da fing ich auch an, mich mehr für die Produkte aus der Apple-Welt zu interessieren. Und ich verfolgte dann auch häufiger die legendären Keynotes, die Apple mindestens einmal im Jahr druchführte. Es war beeindruckend, wie Apple seit meinem „Wiedereinstieg“ Jahr für Jahr wirtschaftlich immer stärker wurde.

Dabei steckte noch in den Neunzigern Apple in grossen Schwierigkeiten. Die Rechner waren deutlich langsamer als die damaligen PCs, Microsoft veröffentlichte mit Windows 95 ein erfolgreiches Betriebssystem und avancierte zum Publikumsliebling. Und die Finanzlage von Apple sah auch nicht sehr rosig aus.

Steve Jobs war zu dem Zeitpunkt mit NeXT unterwegs. Die Rechner von NeXT sahen sehr schick aus und das Betriebssystem war innovativer und bedienungsfreundlicher als das inzwischen betagte Mac OS 7.5 und Microsofts Erfolgsbetriebssystem Windows 95. Apple erkannte zwar, dass ihr Betriebssystem dringend eine Generalüberholung brauchte. Doch im Zentrum des Interesses stand das BeOS von Jean-Louis Gassée.

Im Jahre 1996 kam dann die Überraschung, als Apple NeXT kaufte und Steve Jobs wieder zurückholte. Als dann 1998 der erste iMac und dann der iPod auf den Markt kamen, wurden die ersten Pressestimmen laut, die Apple eine Erholung durchaus zutrauten. Tatsächlich präsentiert sich heute der Konzern aus Cupertino als zweit wertvollste Marke.

Sicherlich war Steve Jobs die treibende Kraft, die Apple an diese Position katapultiert hat. Mag auch sein, dass er so manche „Erfindung“ in Wahrheit schlicht und einfach kopiert hat. Das Entscheidende war jedoch, dass er eine Idee, eine Vorstellung dessen hatte, wohin er mit seinem Konzern wollte. Er sah Potentiale und liess diese so weit entwickeln, dass man diese auch erfolgreich vermarkten konnte. Er hatte also die Gabe, Technik marktreif zu machen. Daher sind Produkte wie der erste Mac, das iPod, das iPhone und iPad solche Erfolge geworden. Kommt hinzu, das Steve Jobs auch ein charismatischer Mensch war.

Er war jedoch sicherlich kein einfacher Mensch. Er muss wohl sehr fordernd gewesen sein, vielleicht auch egoistisch und launisch. Doch der Erfolg gibt ihm schlussendlich recht. Er war jemand, der seine Ziele konsequent verfolgte, sehr gradlinig und direkt war. Und gerade diese Eigenschaften wird den Umgang mit ihm sicherlich nicht einfacher gemacht haben. Doch sind dies Eigenschaften, die sich leicht auf andere Menschen übertragen lassen. Insofern war Steve Jobs kein Sonderfall. Was ihn besonders macht, sieht man an dem Werdegang von Apple bis heute. Und auch daran, welchen Einfluss er schlussendlich auch heute noch auf Apple und die ganze IT-Welt ausübt.

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