Eine neue Kamera?

Was für eine frustrierende Woche: Zuerst ist meine Kamera in die ewigen Jagdgründe aufgestiegen, dann erwischt mich nach langer Zeit mal wieder eine Erkältung und gestern hatte ich mit meinem Auto mitten im Stau an einer Ampel eine Panne. Das Hupkonzert der netten Mitautofahrer wird mir noch lange in guter Erinnerung bleiben… Wenigstens habe ich beim Auto noch die Hoffnung, dass die Diagnose des Pannendienstes stimmt und „nur“ die Benzinpumpe das Zeitliche gesegnet hat. Blöd nur, dass keine Werkstatt mir einen Termin in den nächsten 10 Tagen anbieten kann, denn alle wollen schlagartig Winterreifen montiert haben!

Bleibt mehr Zeit für mich, mir Gedanken zu einer neuen Kamera zu machen. Dazu habe ich meine Bilder angesehen, um mir klar zu machen, wo ich die Kamera bei welchen Situationen wirklich einsetze. Und siehe da: Ich habe sehr häufig Bilder, in denen ich mit der Empfindlichkeit an die oberste „ertragbare“ Grenze gehen muss, weil ich möglichst kurze Verschlusszeiten haben muss. Typisch wenn Sportaufnahmen in Hallen erstellt werden müssen…

Noch eine Gemeinsamkeit: Ich versuche immer häufiger, mit Tiefenschärfe und selektiver Unschärfe das Motiv von der Umgebung zu isolieren. Dieses Problem habe ich vor allem, wenn ich Reportageaufnahmen mache und die Umgebung chaotisch ist.

Welche Erkenntnis ziehe ich nun aus den Beobachtungen? Für mich kommen Kompaktkameras schon mal nicht in Frage. Der kleine Sensor in der Kamera verunmöglicht eingentlich selektive Unschärfen. Einzig die neue Canon G1 X und  die Fuji X-Pro 1 verfügen über grössere Sensoren. Aber leider sind beide Kameras nicht sehr schnell. Bei der Canon kommt hinzu, dass die Brennweite beschränkt ist und die Fuji leider über ein sehr eingeschränktes Objektiv-Angebot verfügt.

Ähnlich verhält es sich mit den Brigdekameras. Zwar decken die mit ihren Zooms sehr grosse Bereiche ab, doch gerade deswegen muss bei solchen Kameras mit deutlichen Einbussen in der optischen Qualität gerechnet werden. Zudem sind auch hier die Sensoren eher klein und manchmal sogar sinnlos mit Pixel zugetackert, dass ich mich frage, ob die Optik an Sensorauflösung überhaupt auflösen kann. Mal abgesehen davon, dass die Elektronik soweit in die Bildbearbeitung eingreifen muss, um das Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen zu kompensieren. Das Resultat sind dann „matschige“ Bilder.

Bleiben noch die Systemkameras mit Wechselobjektiven und die digitalen Spiegelreflexkameras übrig. Diese verfügen mit Ausnahme von Nikon alle über grössere Sensoren, wobei die Sensoren von Olympus trotzdem noch kleiner sind als die meiner alten D200. Sony beispielsweise bietet mit der NEX-Reihe Kameras an, die einen APS-C Sensor haben. Will ich jedoch mit einer Blende von 2,8 fotografieren, um möglichst wenig Tiefenschärfe zu haben, muss ich zum Teil ganz schön in die Tasche greifen.

Momentan kann ich mich also mit Systemkameras nicht wirklich sehr anfreunden, auch wenn beispielsweise die neue Sony NEX-6 mit dem gerade veröffentlichten Kitobjektiv 16mm-50mm anscheinend qualitativ recht gut sein soll.

Tja, es bleiben wohl nur noch die Spiegelreflexkameras übrig. Und da stellt sich das nächste Problem: mit APS-C Sensor oder Vollformatsensor?

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