Mit Blitz schönes Wetter machen

Nein, ich bin jetzt nicht zu den Wetterfröschen gewechselt. Aber ich stand heute vor einem kleinen Problem. Ich habe einen Termin für heute vereinbart, um ein Porträt für eine Mitarbeiterzeitschrift zu erstellen. Naja, dachte ich mir, wir haben ja endlich Sommer. Dann könnten wir ja das Shooting draussen im Freien bei Sonnenschein machen. Am Besten unter ein paar Bäumen, damit möglichst weiches Licht auf das Gesicht

Der Termin kam, aber die Sonne blieb hinter einer dicken Wolkendecke versteckt. Kein Problem, dann verschieben wir das Shooting ins Studio. Zumindest war das mein erster Gedanke. Doch es widerstrebte mir, das Porträt unter „sterilen“ Bedingungen zu machen. Ich schnappte mir also meine Kamera, setzte das 85mm-Objektiv an, steckte den Blitzer auf und ging meinem Model zu dem geplanten Ort, wo ich rundherum viele Büsche und Bäume als Hintergrund und „Schattenspender“ vorfand.

Ich positionierte das Model – in diesem Fall einen sehr freundlichen und geduldigen Herren – etwa 2m vor einen grossen Busch und machte meine ersten Bilder ohne Blitz, aber bereits schon mit offener Blende (f/2,0).

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Das Bild ist so schon mal recht brauchbar – sicher nicht das schönste, aber für eine Probeaufnahme schon mal ganz okay. Um jetzt den Eindruck entstehen zu lassen, dass das Bild bei Sonnenschein gemacht wurde, könnte ich in Lightroom oder Photoshop das Bild so bearbeiten, dass der die Person im Vordergrund heller wird und der Hintergrund ein satteres Grün erhält. Eine schnellere Variante ist jedoch, die Person mit Hilfe des Aufsteckblitzes etwas aufzuhellen und je nach Bedarf mit selektiver Farbkorrektur das Grün des Hintergrundes etwas mehr zu sättigen.

In diesem konkreten Fall habe ich jedoch das Grün nur ganz dezent bearbeitet, da ich weiss, dass die Reaktion diesbezüglich etwas „empfindlich“ ist. Die Aufnahmen sollen authentisch und echt aussehen. Tatsächlich könnte das Bild bei zu grosszügigem Ziehen an den entsprechenden Reglern sehr schnell „künstlich“ aussehen.

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Am Besten, Ihr probiert es mal selber aus. Passt aber auf, dass Euer Model keine Kleidung trägt, die einen ähnlichen Farbton hat wie der Hintergrund. Denn dann müsst Ihr beim Bearbeiten sogar noch Euer Model zuerst auswählen und von der Farbtonkorrektur rausnehmen. Ist doch etwas aufwändig, ginge aber auch.

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