NEX-6 und X-Pro 1

Was soll ich sagen: Ich fühl mich irgendwie komisch. Manche werden – zu Recht – behaupten, dass ich echt ein Knall habe. Doch nach gerade mal 9 Monaten habe ich die Sony NEX-6 verkauft. Passiert mir selten, aber dieses mal war die Kamera für mich ein Fehlkauf. Das fängt damit an, dass ich mich nie richtig an den elektronischen Sucher gewöhnen konnte. Einerseits ruckelt das Bild bei jedem Schwenk. Ausserdem sieht das Bild im Sucher immer irgendwie künstlich aus. Okay, gerade hinderlich beim Fotografieren ist das ja nicht. Aber mich stört das. Dann ist da noch der Autofokus, der nicht gerade der schnellste ist. Doch der Autofokus war für mich nicht so ausschlaggebend, denn schlecht ist er nicht. Viel entscheidender war dann doch die von mir in meinem kleinen Testbericht erwähnte Menüführung. Bei der D4 oder D800 gibt es auch zig Einstellungen wie bei der Sony, nur sind die Menüpunkte bei der NEX nicht einfach auffindbar. Oder die Belichtungskorrektur: nur vernünftig zu bedienen, wenn ich mit dem Display arbeite. Zumindest für mich. Und glaubt mir, ich hab echt versucht, mich an die NEX zu gewöhnen. Und dann kommt der entscheidende Punkt: Sowohl das Kit-Objektiv als auch das Tele-Zoom begeistern mich gar nicht. Vermutlich bin ich durch meinen Objektivpark bei Nikon doch ziemlich verwöhnt. Also, nicht dass ich die NEX schlecht reden will. Aber ich schaffe es nicht, mit ihr zurecht zu kommen. Und dann liegt sie nur zu Hause rum. Ich nehme sie nicht einmal in den Urlaub mit.

Zum Glück habe ich jemanden gefunden, der mir den ganzen Krempel zu einem guten Preis abgekauft hat. Es sieht also so aus, als ob die Sony NEX-6 doch noch jemanden gefunden hat, den sie glücklich machen kann. Und das ist gut so. Ich hingegen habe mir dieses mal mehr Zeit gelassen und mich dieses mal besser informiert. Dazu gehörte auch, die möglichen Kandidaten mal zu begrabbeln und persönlich im Laden zu testen. Meinetwegen auch mehrmals. Ein Tipp, den ich eigentlich schon immer jedem, der es hören wollte, gegeben habe. Warum ich das nicht bei der inzwischen verkauften Sony gemacht habe, weiss ich einfach nicht.

Nach einer Weile Umhersuchen blieben in meiner Auswahlliste nur noch die Systemkameras von Olympus und Fuji übrig. Beide Herstellen haben tolle  Produkte. Leider verbaut Olympus einen kleineren Sensor als Fuji, was für mich schon kaufentscheidend ist. Ich möchte mir die Möglichkeit bewahren, möglichst grosse Freiheiten bei der Wahl der Schärfentiefe zu haben. Und da ist die Sensorgrösse der entscheidende Faktor. Aber wer weiss, vielleicht setzt irgendwann mein Gehirn doch wieder aus, und ich laufe mit einer Olympus nach Hause 😉 Besonders „gefährlich“ für geistige Aussetzer meinerseits könnte die neue Olympus E-P5 werden, die mir neulich sozusagen über den Weg lief. Tolle Bilder, was das Schmuckstück da liefert. Und der Autofokus ist wirklich bestechend schnell. Ein einfaches Tippen auf das gewünschte Objekt auf dem Display und die Kamera löst sofort aus.

Da blieb nur noch Fuji übrig. Die Japaner haben zwei sowohl von Presse als auch von Käufern mit Lorbeeren bedachte Modelle mit Wechselobjektive: die X-E1 und die Pro 1. Der Unterschied liegt in erster Linie im Sucher. Die X-E1 hat „nur“ einen elektronischen Sucher, die Pro 1 bietet einen Hybrid-Sucher, bei dem man je nach Bedarf zwischen optischen und elektronsichem Sucher wechseln kann. Was beide jedoch nicht bieten, ist ein schwenkbarer Bildschirm. Das werde ich wohl vermissen, doch auch bei den beiden Nikons konnte ich bisher gut ohne leben. Zudem hat Fuji zwar noch kein grosses Angebot an Objektiven. Aber die Modelle, die sie schon im Sortiment haben, hören sich schon mal vielversprechend an. Da ich die Fuji für Reise- und Streetfotografie einsetzen möchte, habe ich mir erst einmal das 18-55 mm und das 14 mm Objektiv genehmigt. Sobald es auch hier in der Alpenrepublik verfügbar ist, wird noch das 55-200 mm Zoom hinzukommen.

Fuji1

Bleibt nur die Frage offen, warum ich nicht gleich ein Leica genommen habe. Naja, die Preisschilder sind schon recht heftig. Mag zwar sein, dass die Objektive einiges zu bieten haben, bei den Kameras verfolgt mich jedoch das Vorurteil (?), dass da der Preis in Bezug auf die gebotene Leistung einfach nicht stimmt. Wobei Leica gerade eine neue Kamera präsentiert hat, die wohl ziemlich gut sein soll… (Das sind solche geistigen Aussetzer 😉 ) Wenn ich tatsächlich mal mit der Fotografie Geld verdienen sollte (Chance eher gering) oder ich im Lotto gewinne (Chance praktisch gleich null), dann kann ich gerne rumspinnen. In der Zwischenzeit geniesse ich die X-Pro1.

Fuji2

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