Sportfotografie – Highspeed im Volleyball

Jahrelang habe ich Volleyball gespielt. Und irgendwie lässt mich dieser Sport nicht los. Als ich hörte, dass der TV Schönenwerd in der obersten Volleyballliga – der Nationalliga A – wieder die Playoffs erreicht hat, musste ich meine Kamera schnappen und mich als Sportfotograf betätigen.

Die Situation war für mich nicht ganz so neu, doch musste ich doch erst einmal im ersten Versuch feststellen, dass es nicht ganz so einfach werden würde. Die erste Frage, die ich klären musste, war die Wahl des Objektivs. Ich entschied mich für das 70-200mm mit f/2,8, dazu nahm ich noch einen 2x – Telekonverter, wenn ich näher ans Spielgeschehen rücken wollte. Denn glücklicherweise konnte ich von fast allen Seiten des Spielfeldes aus fotografieren – ausser vielleicht hinter der Ersatzbank und dem Schiedsrichterstuhl.

Und dann folgte die Frage, mit welchen Belichtungseinstellungen ich arbeiten wollte. Ich fing mit 1/250 s und einer Blende von 5,6, um sicherzugehen, dass den Ball und die Spieler auch wirklich in der Schärfeebene hatte. Somit musste ich nach einigen Versuchen die ISO auf 3200 setzen. Ich stellte aber schnell fest, dass die Verschlusszeit von 1/250 Sekunden definitiv zu langsam ist: Der Ball und die beteiligten Spieler wurde unscharf. Also erhöhte ich dann auf 1/640 Sekunden, liess aber ISO und Blende gleich.

Die Blende von 5,6 war mir dann aber doch zu hoch, also reduzierte ich sie häufig auf 3,2, damit der Hintergrund zumindest ansatzweise unscharf wurde.

Und die Verschlusszeit? Tja, die reichte teilweise immer noch nicht. Schlussendlich bin ich bei 1/2000 Sekunde angekommen und nahm bewusst in Kauf, dass die Bilder dadurch alle etwas unterbelichtet waren. Aber da ich die Bilder im RAW aufnahmen, konnte ich später am Rechner die Bilder in Lightroom problemlos wieder aufhellen.

Bis ich mit meinen Einstellungen soweit war, ging das Spiel auch schon in die Schlussphase. Mit einer nicht gerade grosser Ausbeute bin ich dann etwas frustriert wieder nach Hause, um dann ein paar Tage später einen neuen Versuch zu starten. Und siehe da, dieses mal klappte es viel besser.

Ich konnte mich nun mehr auf das Spielgeschehen konzentrieren. Ich hatte mir vor dem Spiel zu Hause das Ziel gesetzt, mich vor allem auf Aktionen am Netz zu konzentrieren. Dazu musste ich aber auch jedes mal die Aktion sozusagen voraus ahnen. Es reicht nämlich einfach nicht aus, mit der Kamera am Auge dem Ballwechsel zu folgen. Das geht einfach zu schnell und selbst der schnelle Autofokus meiner Kamera kommt da einfach nicht mehr mit. Ich habe also in aller Ruhe den Ausschnitt ausgesucht, die Brennweite und Fokus eingestellt und gewartet. Und sobald sich in dem ausgewählten Bereich etwas tat, habe ich nur noch den Auslöser durchgedrückt und gehalten, um mit Serienbilder dann hoffentlich das richtige Bild zu schiessen.

Wie schon erwähnt habe ich zu Hause die Bilder mit Lightroom zuerst die Belichtung korrigiert und dann mit Define 2.0 das Rauschen in den Bilder reduziert. Was dabei herzukam, könnt Ihr Euch hier anschauen:

_SBR4503

_SBR4887

_SBR4323

_SBR4532

_SBR4964

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_SBR4789

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_SBR4846

_SBR4924

_SBR4839

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