Es tut sich was an meiner Fotofront

Erinnert Ihr Euch an meinen Blogeintrag „Es tut sich was an der Fotofront“? Ich habe mir sowohl die Fuji X-T1 als auch die OM-D E-M1 mal genauer angeschaut. Auch wenn ich mit der X-Pro1 sehr zufrieden bin, eine zweite Spiegellose würde ich doch noch als Ergänzung haben wollen. Warum? Okay, vielleicht rede ich mir gleich einen Neukauf schön, aber ich versuche es trotzdem zu erklären.

Der erste Punkt ist, dass sich mein Leben an zwei Orten abspielt: Einmal in der Schweiz (wo ich auch arbeite), andererseits bin am Wochenende in Hamburg. Und ich mag einfach nicht, meine Kamera immer hin- und zurücknehmen. Ist irgendwie ein Luxusproblem, ich weiss. Aber jedes mal muss ich die Kamera und Objektive bei der Kontrolle rausholen. Ausserdem nimmt das Zeug immer Platz weg beim Handgepäck. Kurz: Es nervt.

Der zweite Punkt ist, dass ich zwar Zooms verwende, aber ich auch immer häufiger Festbrennweiten einsetze. Und jedes mal das Objektiv wechseln bedeutet auch, dass der Sensor regelmässig sauber gemacht werden darf. Auch wenn ich bereits eine gewisse Routine darin habe, es dauert halt doch seine Zeit und ich bin dabei trotzdem wie auf Nadeln, weil ich doch befürchte, mir den Sensor zu ruinieren.

Und dann gibt es noch ein Detail, dass mich an der X-Pro1 doch manchmal nervt: Der Autofokus. Klar, er ist viel schneller geworden. Doch verglichen mit einer DSLR ist er immer noch relativ langsam. Und er braucht ein gewisses Licht. Als ich neulich Abends bei einer sehr netten Geburtstagsparty mit dem Ding fotografieren wollte, sickte der Autofokus häufig rum. Und bei Strassenfotografie vermisse ich doch ein schwenkbares Display.

Jetzt wird wohl so mancher denken: Alles klar, der Fotoschacker wird sich also eine X-T1 holen. Ja, vielleicht. Der Sucher ist wirklich grossartig. Ich bin ja ein Fan von optischen Suchern (OVF). Und bei der D4 wird man ja echt verwöhnt. Der Sucher der X-T1 kommt da einem Ersatz eines OVFs am nächsten. Auch die Idee mit dem simulierten Schnittbild finde ich echt sexy. Aber: Die Bedienung mit den Einstellrädern überzeugt mich einfach nicht vollends. Die in Foren und Test kritisierten kreuzförmig angeordneten Druckknöpfe an der Rückseite der Kamera sind tatsächlich schlecht zu bedienen, und die Funktionstaste auf der Kameraoberseite lässt sich auch nicht mit dem Auge am Sucher ohne Weiteres finden. Aus ähnlichen Gründen habe ich ja schon die Sony NEX-6 „verstossen“.

Oha, wird’s jetzt doch eine OMD von Olympus? Ich hatte das Ding in der Hand und kam mit der Bedienung sofort klar. Ich kann sogar über das Display auslösen, indem ich einfach auf den Ort tippe, wo der Autofokus scharf stellen soll. Der elektronische Sucher (EVF) ist nicht ganz so grosszügig wie bei der Fuji X-T1, aber auch sehr gut. Auf den Schnittbildindikator bei manueller Scharfstellung muss ich aber bei Olympus verzichten. So Mist aber auch! Und dann der Preis! Das wird mir zusammen mit dem Superweitwinkel von Panasonic ein riesiges Loch ins Portemonnaie reissen…

Bis Ende April möchte ich mich entschieden haben. Denn im Mai will ich eine Woche nach Venedig!!!

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