iOS 9 ist da!

Nun ist es da zum Download: Das neue iOS 9 für iPhone und iPad kann seit gestern 19.00 Uhr runter geladen werden. Natürlich waren die Server mal wieder gut ausgelastet, so dass ich es gerade mal geschafft habe, mein iPhone mit dem begehrten Update zu versehen.

Wie immer habe ich das Gerät erst einmal von überflüssigen Daten und Apps befreit, um mehr freien Speicher zu haben. Dann habe ich das iPhone mit iTunes auf meinem Rechner verbunden und ein Backup erstellt. Das Herunterladen des Updates war dann erwartungsgemäss eine Geduldsprobe, doch funktionierte alles wie am Schnürchen und bis jetzt habe ich keinerlei Probleme festgestellt.

Was bietet denn das iOS 9 Neues? Das erste, was mir sofort ins Auge fiel, war die neue Tastatur. Ich habe sie benötigt, als ich nach dem Installieren des Updates nach dem Passwort meiner Apple-ID gefragt wurde. Neu ist nämlich, dass erstens die Shift-Taste deutlicher anzeigt, dass sie gerade aktiv ist. Zweitens ist auch die Darstellung der Buchstaben endlich die Darstellung der Buchstaben angepasst worden: Bei Kleinschreibung werden kleingeschriebene Buchstaben, bei Grossschreibung werden die grossen Buchstaben angezeigt. War ja auch einer der grössten Kritikpunkte bei der Veröffentlichung von iOS 8!

Sobald das Setup des iPhones abgeschlossen ist, wird man gefragt, ob man die iCloudDrive auf dem Homescreen dargestellt haben möchte. Cool, habe ich natürlich sofort aktiviert. Jetzt kann ich nämlich dort direkt wie im Finder, bzw. Explorer. Ich kann darin sogar ein Pages- oder Numbers-Dokument runterladen und direkt anschauen. Komischerweise funktioniert das nicht bei Keynote-Dokumenten. Zwar kann ich auch hier das Dokument downloaden, angezeigt bekomme ich aber den Inhalt nicht. Dazu muss ich dann doch wieder in die Keynote-App wechseln.

Wo ich schon beim herunterladen von Dateien bin. Dazu muss ich mich idealerweise in Netzwerk einloggen. Und siehe da, es gibt sogar hier eine nette Funktion: Wenn ich die Zugangsdaten eingegeben habe, kann ich die Schaltfläche „Passwort„, die sich direkt über der Tastatur befindet, antippen und so für das nächste mal meine Zugangsdaten lokal auf dem iPhone sichern.

Spotlight hat auch ein paar Neuerungen erfahren. So werden neu auch Suchergebnisse aus den Apps angezeigt. Und iOS 9 versucht zu erraten, was Ihr als nächstes machen werdet, indem es beispielsweise Apps auflistet, die Ihr im nächsten Schritt aufrufen werdet.

Siri versteht noch mehr Befehle. Ich habe zwar mir schon einige Befehle im Video angesehen, doch ausprobiert habe ich sie noch nicht. Auch auf Entdeckungsreise muss ich noch gehen bei Apps wie „Notizen“, die Apple bekanntermassen ziemlich aufgebohrt hat. Neu lassen sich nämlich Fotos und Zeichnungen einfügen.

Ich glaube, ich muss wohl die nächsten Tage mit meinen iOS-Geräten noch ein wenig rumexperimentieren. Einerseits finde ich es spannend zu sehen, wie Apple nach und nach das Betriebssystem mit Funktionen aufrüstet. Andererseits muss ich zugeben, dass für mich langsam die Funktionsvielfalt zu viel wird. Zwar bin ich immer noch durchaus in der Lage, mein iPhone und iPad zu bedienen, doch fällt mir immer häufiger auf, dass es Funktionen gibt, die ich bisher nicht kannte und auch nicht verwendet habe. Gerade bei Siri stelle ich fest, dass ich da noch nicht den Durchblick habe, was der Assistent versteht und was nicht.

Daher ist mein erstes Fazit zum neuen Betriebssystem eher durchwachsen. Einerseits finde ich es begrüßenswert, dass das iOS 9 weniger Arbeitsspeicher einnimmt und tatsächlich den Akku stärker schont als die 8er-Version. Und als Fan der Spotlight-Suche begrüsse ich auch die neue Suchtiefe. Andererseits verschwindet meines Erachtens immer mehr das Intuitive beim neuen Betriebssystem. Allein schon bei den Einstellungen muss ich höllisch aufpassen, dass nicht irgend was eingestellt ist, das sich irgendwann zu meinen Ungunsten äussern wird. Ich erinnere mich noch daran, wie iTunes Match eingeführt wurde. Mein iPhone lud zu Hause Songs von iTunes runter – was es ja auch machen sollte – und hörte nicht damit auf, als ich eine Stunde später das Haus und somit das heimische WLAN verliess. Die Quittung bekam ich einen Monat später präsentiert in Form einer saftigen Rechnung.

Ich möchte hier niemanden Angst machen, aber abschliessend möchte ich Euch aufrufen, schaut Euch doch mal die Einstellungen an und fragt Euch, ob Ihr wirklich alles so eingestellt haben möchtet. Es geht hier um Euer Geld und um Eure Daten. Wenn Ihr das im Griff habt, dann wünsche ich Euch viel Spass beim Entdecken Eures neuen iPhones und iPads 🙂

 

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