Das erste Projekt ist eigentlich ganz einfach – oder vielleicht doch nicht? Es geht darum, zwei Wochen lang jeden Tag ein oder mehr Fotos zu machen und diese dann hier zu veröffentlichen. Das Ziel ist sicherlich einmal, überhaupt mal mehrere Tage hindurch täglich mit der Kamera zu arbeiten. Das fördert nämlich zum einen den Blick für Motive zu schärfen und ferner die eigene Kamera kennen zu lernen. Es geht also definitiv nicht darum, jeden Tag das hammergeile Bild zu machen, sondern sich jeden Tag irgendwie ein paar Minuten zu nehmen und einfach mal eine Handvoll Bilder zu produzieren. Mehr nicht….

1. Oktober 2012: 

Hier mein erstes Foto! Und darin stelle ich mich vor! Naja, mit meinem Schatten… Nichts Originelles, aber wie gesagt: Es geht darum, diszipliniert bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Kamera in die Hand zu nehmen und abzudrücken. Gestalterische Projekte folgen später ;-).

2. Oktober 2012:

Also nochmals zum Projekt: Ich werde zwei Wochen lang meine Kamera (oder mein Handy) jeden Tag mehrmals l in die Hand nehmen und mindestens ein Bild (hab ich gestern glaube ich nicht so formuliert) pro Tag hier posten. Das Ziel ist, einfach die Augen für Motive offen zu halten. Es muss nichts Exotisches oder Abgefahrenes sein, was in diesem Projekt realisiert werden muss! Sondern es soll das Auge geschult werden für alltägliche Motive.
Mein erstes Bild kam heute Mittag zustande, als ich nach dem Essen mit einem Espresso draussen unter einer unserer Platanen sass. Die Sonne schien und im Grün der Bäume entdeckte ich die stachlige Frucht. Das Motiv gefiel mir, weil ich prinzipiell plakative Farben und Motive wegen ihrer Einfachheit sehr mag.

Mal sehen, ob ich heute nochmals zum fotografieren komme. Aber bei dem schönen Wetter packt mich schon die Lust, weiter auf die „Jagd“ zu gehen…

3. Oktober 2012: Na? Wer hat schon gedacht, ich mache schon am dritten Tag schlapp? Nee, im Gegenteil: Ich war richtig fleissig. Hab mir nach Feierabend die Kamera geschnappt, ein Paar Objektive dazu, das Stativ – und los ging’s zum Spaziergang. War echt schön. Und ich habe viel rumgeknipst. Und da ich auch einige Fotos mitgebracht habe, werde ich heute mal zwei Bilder veröffentlichen.

4. Oktober 2012:

Heute gibt es mal eher was aus der Ecke Reportage, also weniger was für das ästhtische Auge.

Habe auf dem Weg zur Arbeit gesehen, wie ein Hallenkran von einer Recycling-Firma mit Schweissbrennern auseinander genommen wurde. Da flogen vielleicht die Funken!

5. Oktober 2012:

Irgendwie bin ich mit dem Bildergebnis nicht wirklich zufrieden. Selbst nach mehrmaligem Betrachten der Bilder gestern fand ich, das muss heute besser werden! Also hab ich nach dem Mittagessen mal wieder die Kamera geschnappt und bin auf die Jagd gegangen.

Seit Anfang der Woche habe ich schon überlegt, ob ich mal die rot gefärbten Herbstblätter aufnehmen soll. Ich hoffe, die Bilder gefallen Euch auch besser als die von gestern.

6. Oktober 2012:

So, jetzt bin ich vom Ausflug zurück. Ich war heute in den Bergen und natürlich hab ich auch Fotos gemacht. Doch werde ich diese erst morgen sichten und das heutige Foto hochladen. Also nicht traurig sein, ich werde schon noch liefern 🙂

Edit: So, die Bilder sind sortiert. Die Gegend um Flims im Kanton Graubünden ist wirklich sehr schön. Ich bin in einer Rundwanderung zu allen vier Seen gewandert. Zwar wurde die Tour mit drei bis vier Stunden Dauer beschrieben, doch gebraucht habe ich dann doch fast sechs Stunden. Vielleicht habe ich an manchen  doch zu lange verweilt 😉 Oder ich habe mich dann doch vielleicht etwas verlaufen, trotz Karte und GPS? Egal: hier drei Bilder als exemplarisches Beispiel für die Schönheit der Gegend.

7. Oktober 2012:

Es ist Herbst und nicht nur für mich! Beim Spaziergang traf ich einen fleissigen Sammler!

8. Oktober 2012:

So, nun ist die erste Woche rum. Und noch eine Woche vor mir. Jeden Tag ein Foto – mindestens. Und ich gebe zu, heute fiel es mir etwas schwer. Aber zum Glück ist es Herbst, und ich bemerke immer wieder, dass eigentlich immer etwas zu fotografieren (oder nur „knipsen“) gibt.

Ich merke deutlich, dass meine Lust am Fotografieren von Tag zu Tag sich ändert: Manchmal kann ich mich stundenlang an einem Objekt aufhalten und versuche diesen mit verschiedenen Einstellungen und Position abzulichten. Und manchmal mache ich mir die Mühe nicht, drücke ein paar mal ab und gehe dann weiter. Es ist dann jedoch nicht so, dass ich dann kein Bock aufs Fotografieren habe. Nein, mir fehlt dann irgendwie die kreative Muse. Das ist dann halt so und dann verschiebe ich meine Ambitionen auf ein nächstes mal. Das ist der Vorteil, wenn man nicht Profifotograf ist 🙂

Also heutiges Foto poste ich ein farbenfrohes Herbstbild. Hoffentlich gefällt es Euch auch.

PS.: Immer daran denken, dass es in diesem Projekt nur darum geht, jeden Tag etwas zu fotografieren. Es werden keine künstlerischen Anforderungen gestellt!

9. Oktober 2012:

Mein Gott, war das heute ein dicht gepackter Tag. Aber ich habe trotzdem heute noch etwas mit meinen beiden Kompaktblitzen experimentiert. Als Fotoobjekt habe ich mir eine Tomate genommen und habe diese mit unterschiedlich angeordneten Blitzer fotografiert. War mal für mich einfach mal ein Rumprobieren und erste Erfahrungen sammeln, denn mit Blitzlicht fotografieren ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Da bin ich einfach der Automatik ausgeliefert.

Natürlich sind die Bilder nicht der Hammer, aber wie schon verschiedentlich erwähnt, geht es hier im Projekt nicht darum, das geilste Bild zu machen.. Und ausserdem fällt mir auf, dass ich zwar immer die gleiche Tomate ablichte, aber wohl mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen. Darum ist das erste Bild dunkler als das zweite Foto…

10. Oktober 2012: 

Heute ist ein richtiger Herbsttag: Es regnet, es ist feucht, die Luft riecht erdig… Schön ist jedoch, dass die Bäume immer noch grösstenteils grün sind – abgesehen vom den Ahornbäumen, die sich bereits rot gefärbt haben…

Und heute Nacht war ich doch nochmals unterwegs und habe mal eine kleine Nachtaufnahme gemacht…

11. Oktober 2012:

Heute hab ich mal was besonderes vor. Ich habe eine Fassade eines Gebäudes fotografiert, das vor allem mit seinen bunten Scheiben an der Fassade auffällt. Darin spiegelten sich die Baukräne einer Baustelle, die sich in der Nähe befand.

Ich hatte allerdings den Eindruck ,dass die vielen farbigen Glasscheiben doch zu stark vom eigentlichen Motiv – dem Spiegelbild des Baukrans – ablenkten und fragte mich dann, ob es nicht sinnvoller wäre, dieses Bild in ein SW-Bild zu konvertieren.

Also hab Photoshop geöffnet und dann gleich mal den Bildmodus (Menü Bild>Modus>Graustufen) auf Graustufen gestellt. Das Ergebnis ist jedoch meistens das selbe: So bearbeitete Bilder werden in der Regel immer flau und kontrastarm.

Die aus meiner Sicht einfachste Methode für mich funktioniert besonders gut, wenn ich als Ausgangsdaten das Bild als RAW-Datei habe. Im Camera-RAW-Konverter stelle ich mit dem „Link“ unten im Fenster die Farbtiefe von 8 auf 16 Bit ein. Dann öffne ich das Bild in Photoshop und klicke dann rechts in der Palette „Korrekturen“ das Icon für „Schwarzweiss-Korrekturen“ an. Photoshop öffnet dann eine mir ein Dialogfeld, wo ich jeden Farbkanal individuell einstellen kann. Intuitiver geht dies auch mit dem Symbol der Hand mit dem Zeigefinger oben links im Dialog. Wenn das Symbol ausgewählt ist, kann man im Bild direkt die einzelnen Farbkanäle bearbeiten. Und das Ergebnis sieht dann etwa so aus:

Natürlich gibt es noch andere Methoden. Aber für eine Umwandlung eines Farbbildes in ein SW-Bild finde ich dies die attraktivste Variante.
12. Oktober 2012:

Auf was man so für Ideen kommt! Irgendwie wollte ich mal überprüfen, wie genau der Autofokus meiner Kamera scharfstellen kann. Denn dauernd gibt es im Netz zu lesen, dass Spiegelreflexkameras nicht immer genau scharfenstellen können. Trotz meiner anfänglichen Gelassenheit habe ich dann doch mal mit einem Makroobjektiv mal die Iris meines Auges fotografiert. Dabei lieferte meine Kamera mit einer Einstellung von ISO 800, Blende f/4,0 und einer Verschlusszeit von 1/125 s ein sehr befriedigendes Bild.

Uff, dachte ich. Irgendwie war ich dann doch sehr erleichtert. Aber was wären denn die Alternativen gewesen? Nun, da wäre erst einmal die Möglichkeit, einen möglichen Fokusfehler über die Einstellungen der DSLR zu korrigieren. Es gibt entsprechende Einstellungsmöglichkeiten im Kameramenü. Einfach mal die eigene Gebrauchsanleitung durchsehen (jaja, ich weiss: Das macht heute kaum noch jemand!!!). Die andere Variante – die umständlichste aber vielleicht die sauberste und u. U. die einzige Möglichkeit – besteht darin, die Kamera mit Objektiv dem Kundendienst zu übergeben. Vielleicht lohnt es sich sogar, sich schlau zu machen, wo der nächste Kundendienst-Stützpunkt ist. Dann könnte man einen Termin vereinbaren und einfach mal hinfahren, um etwas später mit angepasster Kamera wieder nach Hause zu fahren. Genaueres zur nächsten „Fotowerkstatt“ erfährt man natürlich in den Foren und natürlich auf der Homepage des Herstellers.

13. Oktober 2012:

Ratet mal, wo ich dieses Wochenende gelandet bin. Vielleicht erkennt Ihr es an den Bildern, die ich heute hier poste… Ich hoffe, dass ich es Euch heute nicht zu einfach mache! Morgen auf jeden Fall gibt es vielleicht noch einen Hinweis 😉

 

14. Oktober 2012:

Juhuii! Ich hab’s geschafft. Heute beende ich mein erstes Projekt. Ich habe also 14 Tage lang jeden Tag mindestens ein Foto gemacht und hier veröffentlicht. Die Schwierigkeit bestand weniger darin, den Fotoapparat zu zücken und irgendein Bild zu machen, sondern der Anspruch, zumindest ein Foto zu machen, wofür ich mich für das Zeigen nicht schämen muss. Ich halte mich ja immer noch für einen Anfänger und mein Ziel mit diesem Blog ist es ja, Fortschritte zu machen.

Für mich hat sich dieses Projekt schon mal gelohnt. Ich habe tatsächlich immer ein wenig die Augen offen gehalten. Manchmal bin ich irgendwo vorbei gekommen, wo ich was Interessantes gesehen habe, aber nicht sofort ein Foto machen konnte. Dafür habe ich mir den Ort und das Motiv gemerkt, und bin zu einem späteren Zeitpunkt wieder gekommen. Ich habe auch, mich bewusst von anderen Bildern von anderen Fotografen und Fotografinnen inspirieren zu lassen. Das ist aufwendig, aber ich glaube, dass genau dies der Weg ist, den ich in nächster Zeit weiter gehen muss.

Wer mitgemacht oder später dieses Projekt durchführen möchte, sei herzlich eingeladen. Ich persönlich werde dieses Projekt in Variationen für mich sicher noch ein oder mehrmals machen.

Hier nun die letzten beiden Bilder. Bezugnehmend auf den gestrigen Tag, wo ich gefragt habe, wo ich mich dieses Wochenende wohl aufhalte, erhaltet Ihr nun den letzten Hinweis. Wer es immer noch nicht herausfindet, kann mich ja per Email mal nach ein paar weiteren Hinweisen fragen 😉

 Juhuiii

 

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Ein Gedanke zu “Projekt: Jeden Tag ein Foto

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