Beim Lesen der heutigen Schlagzeilen zur Fotografie gab es neben der inzwischen schon fast veralteten Meldung, dass Sony die A7s veröffentlicht hat (Gunther Wegner schreibt ja auch seine erste Einschätzung zur Kamera mit “nur” 12 Megapixel), noch eine kleine Überraschung: Adobe bietet Lightroom fürs iPad an. Wie soll das gehen? Beim Durchlesen der Produktbeschreibung im App-Store  wird es schnell klar: Es handelt sich nicht um eine iPad-Version des Programms, sondern eher um eine Erweiterung des Bearbeitungsinterfaces. Anders und simple ausgedrückt: mit dem iPad kann ich meine Katalogsammlung, die ich auf dem heimischen oder mobilen Rechner habe, einsehen und mit ein paar simplen Werkzeugen bearbeiten (z.B. bewerten, sortieren usw.).

Voraussetzung ist jedoch, dass man Lightroom 5 bei Adobe abonniert hat, denn selbst wenn man eine Kaufversion auf dem Rechner installiert hat, funktioniert das Programm nicht. Okay, da hab ich mal Glück gehabt, denn seit Anfang April habe ich von einem günstigen Abonnement profitiert und darf nun Photoshop CC und Lightroom 5 verwenden. Ich bin immer noch höchst skeptisch gegenüber diesem Modell, aber die Neugierde hat mich zu diesem Schritt getrieben. Vorsichtshalber speichere ich alle PSD-Dateien so ab, dass ich sie auch mit Photoshop CS6 öffnen kann…

Was passiert mit Lightroom für das iPad nach der Installation? Man darf sich mit seinen Accountdaten bei Adobe einloggen. Anschliessend muss auf dem Rechner, wo man den Lightroom-Katalog liegen hat, die Daten freigeben. Klingt einfach, ich hatte allerdings etwas Mühe. Denn in der Online-Anleitung hiess es, dass ich mich in Lightroom auf dem Rechner auch mit meiner Adobe-ID anmelden muss. Nur wo? Etwas Rumprobieren brachte mich auf die Idee, über Creative Cloud CC Lightroom 5 erneut zu installieren. Und tatsächlich: Oben links konnte ich nun das gesuchte Menü anklicken:

HierAnmeldung

 

Wählt einfach den Befehl “Anmelden” aus:

HierMenu

 

Und dann gebt Eure Adobe-ID ein:

HierEingeben

 

Was bei den Sammlungen im Katalog gleich auffällt, sind die kleinen Kästchen links neben dem Sammlungs-Namen. Klickt Ihr da rein, könnt Ihr (und nur dort!) bestimmen, welche Bilder Ihr am iPad zu sehen bekommt.

AuswahlSynchroAuswahlSynchro

 

Siehe da: Schon erschien der Katalog mit den Bildern aus der Sammlung (übrigens: Smart-Sammlungen lassen sich nicht synchronisieren, zumindest hab ich keinen Weg dazu gefunden). Und sobald ich auf dem iPad die Sammlung durch Antippen geöffnet hatte, wurden auch schon die Bilder geladen…

iPad

 

Okay, nach den Anfangsschwierigkeiten mit dem Anmelden lief alles recht einfach. Und so auf den ersten Blick macht mir die App einen guten Eindruck. Denn auf diese Weise kann ich anderen problemlos meine Bilder auf dem iPad zeigen. Ich kann sogar erste Bildanpassungen (z.B. unterwegs im Zug) machen, die dann automatisch auf meine Bilder in der Original-Bibliothek übernommen werden. Doch am sinnvollsten erscheint mir, dass ich die Bilder schon am iPad sortieren und bewerten kann. Eine Bearbeitung am iPad ist zwar sicher nett, aber ich bin mir sicher, dass ich am Bildschirm genauer und komfortabler arbeiten kann. Auf jeden Fall bietet diese App in meinen Augen einen deutlichen Mehrwert zu dem umstrittenen Abo-Modell von Adobe, auch wenn ich der Verbreitung meiner Bilder über einen amerikanischen Server nach wie vor skeptisch gegenüber stehe. Auf jeden Fall werde ich Bilder, die nicht ohne weiteres für die Öffentlichkeit bestimmt sind, nicht in Lightroom freigeben. Aber das mache ich auch sonst nicht…

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